Warum ich Hunde mag und keine Katze habe

Ich bin ja inzwischen ein ausgesprochener Hundemensch geworden. Seit Jahren war ich nicht im Urlaub, den so einen Hund lässt man ja nicht einfach alleine (und auch nicht einfach in Pflege, vor allem nicht, wenn es ein Labrador ist, der schon die Krise bekommt, wenn einer weg ist). Katzen sind nicht so mein Ding, wobei ich zugebe, das das inzwischen auch auf Vorurteilen beruht bzw. auf die wenigen Erfahrungen, die ich mit Katzen habe. Ich bin mit einer Katze aufgewachsen, die war eigentlich immer da. Als ich vier Jahre alt war, haben wir sie abgeholt, als ich mit 18 ausgezogen bin, war sie immer noch fleißig am Haus terrorisieren und erst ein paar Jahre später erzählte mir meine Mutter, dass sie nun gestorben sei. 18 Jahre alt ist sie geworden, eine Rassekatze war sie nicht.

Natürlich haben Katzen ihre Vorteile. Wenn man nicht gerade eine Siamkatze hat, kann man auch mal zwei, drei Tage wegfahren (oder auch länger, wenn es mehr als eine Katze ist und diese gut damit klar kommen) und muss dann nur jemanden beauftragen, der regelmäßig nach der Samtpfote schaut, ihr frisches Wasser und Fressen hinstellt und das Katzenklo aufräumt. Bei Siamkatzen geht das wohl nicht so einfach, die sind wohl sehr Menschenbezogen. Bei einem Hund geht das nicht so einfach, schließlich muss der auch immer mal raus. Sei es zum Gassi gehen, sei es eben, damit er schöne Abwechslung hat und Zeitung lesen kann.

Auch ist der zeitliche Aufwand bei einer Katze nicht ganz so groß. Bei unserem Labrador sind wir jeden Tag so zwei bis vier Stunden unterwegs: Spielen, Laufen, Sach machen. Dazu kommt natürlich noch Kuscheln, Füttern und Haare entfernen. Gut, Kuscheln, Füttern und Wohnung enthaaren hat man bei der Katze auch, aber wenigstens das Katzenklo kann man doch so sauber machen, dass es zeitlich passt und man steht dabei nie im Regen oder wird von starken Wind gebeutelt 🙂 Also eigentlich haben Katzen so einige Vorteile. Andererseits, hätte ich unseren Labrador nicht, dann würde ich wohl so gar nicht aus dem Haus kommen und da Bewegung ja grundsätzlich nicht schädlich ist, ist das vielleicht ganz gut, dass er mich dazu zwingt.

Von den Kosten dürften Hunde und Katzen auch gleich auf liegen. Ich kann jetzt schlecht die Fütterungsmenge miteinander vergleichen, da sieht ein 40 Kilogramm Labrador gegen eine Katze immer etwas ungünstiger aus, aber es gibt ja auch kleine Hunde. Tierarzt, Impfen, Zubehör, dürfte alles gleichauf liegen. Klar, für eine Katze sollte man noch einen Kratzbaum haben (und Kratzbäume halten ja nicht unbedingt ein Leben lang), aber für einen Hund brauche ich schließlich auch noch Leine und Halsband – und auch die halten nicht ewig. Und so eine gute Rollleine kostet auch ein paar Euro. Allerdings kann ein guter Kratzbaum auch locker Dreistellig kosten.

Was eindeutig für eine Katze sprechen würde, wäre aus meiner Sicht ihre meist längere Lebenserwartung. Wobei es auch kleine Hunderassen gibt, die locker 16 Jahre und älter werden. Aber ich mag nun mal lieber große Hunde und da ist es mir jetzt schon ein Graus, wenn ich mir überlege, dass unser Labrador die Hälfte seiner zu erwartenden Lebensspanne erreicht hat. Seufz.

Für mich spricht mehr für den Hund. Wobei ich Katzen wirklich faszinierende Wesen finde. Sie haben so was magisches und leicht geheimnisvolles. Das haben Hunde nun mal eindeutig nicht.

Naja, wenn ich mal viel älter bin oder wieder irgendwo wohne, wo das halbes Jahr über schlechtes Wetter ist, dann werde ich mir das mit den Katzen noch mal durch den Kopf gehen lassen. So eine Siamkatze wäre ja schon süß und was ich über die Rasse gelesen habe gefällt mir, denn sie sind doch recht anhänglich, fast schon so ein wenig wie Hunde. Undenkbar wäre es für mich mir eine Katze anzuschaffen, die mich nur für den Dosenöffner hält und das auch zeigt.

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