Spanische Behörden lassen Hund von Ebola Patientin einschläfern

In Spanien hat sich eine Krankenschwester bei der Pflege eines aus Afrika zurückgeholten Spaniers, der bereits auf dem afrikanischen Kontinent an Ebola erkrankt war, mit dem gefährlichen Virus angesteckt. Nach dem der Mann gestorben war, war die Frau erst einmal in Urlaub gegangen, in diesem hatte sie dann festgestellt, dass sie hohes Fieber hat, ein Test auf Ebola war positiv gewesen.

Ihr Mann wurde gleich mit unter Quarantäne gestellt. Zurück blieb in der gemeinsamen Wohnung der zwölfjährige Mischlingshund. Sein Herrchen hatte noch Wasser und Fressen bereit gestellt und gehofft, dass der Hund einige Zeit alleine verbringen kann. Nun wurde der Hund eingeschläfert. Die spanischen Behörden befürchten wohl, dass es möglich sei, dass auch der Hund an Ebola erkranken könnte oder Menschen infizieren. Sein Herrchen hatte noch versucht den Vierbeiner mit einer Online Petition das Leben zu retten. Die Petition war zwar von mehreren Zehntausend Spaniern unterstützt worden, dennoch kam die Polizei und der Hund wurde getötet.

Es gab keinen Bluttest bei dem Hund. Es wurde noch nicht mal erwägt in auch in Quarantäne zu halten.
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Ich denke mal, dass sich die Behörden in Spanien mit der Tötung des Hundes keinen Gefallen getan haben. Menschen, die keine Tiere haben, oder die eben kein so inniges Verhältnis gerade zu einem Hund haben, unterschätzen, was andere Menschen bereit sind, zu tun, damit ihr Hund kein Schaden nimmt. Hat man ja auch beim Hurrikan Katharina in den USA gesehen, als sich einige Menschen in New Orleans geweigert hatten, die Stadt zu verlassen, weil bei der Evakuierung ihre Tiere nicht mitgenommen werden sollten.

Was haben die Behörden in Spanien also erreicht? Sollte jemand nun den Verdacht haben, selbst an Ebola erkrankt zu sein, dann wird er, wenn er sein Tier über alles stellt und das tun viele Hundebesitzer nun mal, erst seinen Vierbeiner in Sicherheit bringen und dann ins Krankenhaus gehen. Und dort wird er sehr wahrscheinlich bei der Frage nach möglichen Kontakten eben nicht sagen, och, eine halbe Stunde bevor ich hier her gekommen bin, da war ich noch bei XYZ und haben meinen Hund versteckt. Oder, auch eine Möglichkeit, er wird so lange wie möglich gar nicht wahrhaben wollen, dass er besser ins Krankenhaus sollte, weil er dann niemanden hätte, der sich um den Hund kümmern kann.

Man mag ein solches Verhalten nun unverständlich finden oder nicht. Es wird aber so kommen. Also haben die Behörden nun einen einzelnen Hund getötet, statt mit seiner Hilfe gut zu überlegen, was man machen könnte, wenn es wieder passiert.

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