Hundekekse selber backen

Da ich zu Weihnachten eine wunderbare Küchenmaschine geschenkt bekommen habe, backe ich nun Hundekekse für unseren Labrador gerne auch mal selbst. Allgemein gilt der Labrador ja als verfressener Hund, der für einen Keks alles tun würde, unser Tonko gehört aber nicht dazu. Er ist doch etwas wählerisch. Und zwar isst er die normalen gekauften Hundekekse, aber naja, auch wenn es da zwei, drei Sorten gibt, er kennt sie halt, sie sind einfach nichts besonderes. Und ab und an ignoriert er sie auch. Daher backe ich nun unsere besonderen Hundekekse regelmäßig selbst. Und für die überschlägt er sich auch fast.

Ich hab zwar auch zwei Bücher mit Rezepten für Hundekekse, aber die gefallen mir nicht. Das eine Buch übertreibt, in meinen Augen, mit dem was in Hundekekse nicht reingehört dermaßen, dass ich die Kekse schon deswegen nicht nachbacken kann, weil ich einfach keine salzarme Biogemüsebrühe ohne Zwiebelextrakt und andere solche Dinge auf Gran Canaria kaufen kann. Hier gibt es auch nur Weizenmehl, nix Vollkorn oder so (oder ich hab es noch nicht gefunden). Und in dem anderen Buch sind viele Rezepte mit Zucker oder Honig. Und das lehne ich ab. Sobald in einem Hundekeks Hackfleisch oder Leberwurst enthalten ist, braucht das Rezept kein Zucker mehr. Jedenfalls nicht bei unserem Hund. Ein wenig Süße kann man auch mit Karotten erreichen.

Also habe ich mein eigenes Keksrezept für unseren Hund entwickelt.
Nicht drin haben wollte ich: Zucker, Honig, Salz und auf keinen Fall Butter. Auch Zwiebeln und Co. haben in meinem Rezept nichts verloren.
Da ich kurz zuvor eine Biskuitrolle gebacken habe, habe ich mich ein wenig daran orientiert.
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Unser Labrador heißt Tonko …

… eigentlich nett, aber für Spanier nicht zu verstehen. Dabei hat unser Labrador Tonko seinen Namen noch von den Besitzern seiner Mutter bekommen. Und das waren Spanier. Aber immer wenn uns Spanier nach dem Namen unseres Hundes Fragen, entwickelt sich eigentlich immer dieser Dialog:

Spanier: ¿Cómo se llama?
Wir: Tonko … (wir wissen ja, was jetzt kommt)
Spanier: ¿Qué?
Wir: Tonko …
Spanier: Ah, Tronco …
Und danach kommt die Frage nach dem Alter …

Tronco
Tronco oder Tonko – unser Labrador hat einen komplizierten Namen.
Inzwischen wissen wir auch warum die Spanier immer Tronco verstehen und nicht Tonko. Während Tonko eben einfach ein ungewöhnlicher Name ist, ist tronco ein spanisches Wort. Das wissen wir, seitdem wir mal den spanischen Flugzeugträger Rey Juan Carlos besichtigt haben und dort in den Treppenaufgängen überall Schilder waren mit dem Wort tronco. Das heißt so viel wie Stamm, Baumstamm, Rumpf und wohl auch Treppenaufgang (zumindest wohl auf einem Flugzeugträger). Und da wir auch weiter recherchiert haben kennen wir jetzt auch eine schöne spanische Redewendung:
dormir como un tronco – Wie ein Murmeltier schlafen …

Herrchen hatte ganz am Anfang auch versucht unserem Labrador Welpen einen anderen Namen zu geben, aber irgendwie ist das im Sand verlaufen. Tonko finde ich auch viel schöner als Tito.

Und immer heißt unser Labi auch nicht Tonko, genauso gerne wird er Tonki gerufen (er reagiert auf i-Wörter immer besonders gut). Oder TonkoTonk, Tonkiti oder TonkiTonkiti … oder Hase 🙂

5. Geburtstag von Tonko

Unser Labrador Tonko hatte letzte Woche seinen fünften Geburtstag. Einer der kleinen Vorteile, wenn man einen Rassehund hat, ist eben, dass man das ganz genaue Geburtsdatum kennt. Allerdings ist Tonko natürlich noch keine fünf Jahre bei uns, im Februar 2009 haben wir den kleinen Racker noch gar nicht gekannt und noch gar nicht an einen neuen Hund gedacht, den ein Tag nachdem Tonko in Santa Maria de Guia im Norden von Gran Canaria das Licht der Welt erblickte, ist mein Jerry gestorben und ich wollte in dem Moment alles, vor allem Jerry zurück, aber bestimmt keinen neuen Hund. Aber auch wenn Jerry unvergessen bleiben wird, ich bin wirklich froh, dass ich dann im April 2009 überredet worden bin.

In diesem Sinne, Herzlichen Glückwunsch kleiner Tonko. Und du bist mitnichten ein Ersatz, dafür bist du einfach zu speziell, bzw. war Jerry zu speziell 🙂

Ein Elch macht uns verrückt

Das Stoffelche
Das Stoffelche bevor es von unserem Labrador zerlegt wurde. Ist wohl wieder vom Dach gefallen.
Tonko hat neulich an unserem Spielplatz einen Stoffelch gefunden. Das erste Mal kam er mit dem Stoffelch schon vor ein paar Wochen an. Da ich aber eigentlich nicht möchte, dass er mit solchen Fundsachen spielt und man das Stofftier nicht wirklich werfen kann, dafür ist es auch zu leicht, und zu allen Überfluss das Teil nicht gerade uneklig wird, wenn er es zwei Minuten im Maul hatte, warf ich den Elch auf das Dach von dem Schuppen dort. Sehr zu seinem Bedauern, also Tonkos Bedauern, den Elch konnte ich da ja nicht mehr fragen.

Unser Labrador steht auf altem Elch
Ein selbst gefundenes Spielzeug, ein alter Elch aus Stoff, ist gerade das Lieblingsspielzeug unseres Labradors. Leider.
Nach einem kleinen Sturm in Castillo del Romeral wehte es den Elch vom Dach und wurde natürlich dann bei der nächsten Spielrunde gleich wieder von Tonko entdeckt. Also wieder aufs Dach damit. Hat wieder nur zwei oder drei Wochen gehalten, dann war ER wieder da. Inzwischen habe ich den Elch auch genauer unter die Lupe genommen, er birgt wohl keine Gefahren und Tonko darf also endlich auch damit spielen. Nachdem er jetzt aber schon zwei, drei Tage den mitgebrachten Ball ignoriert und sich um seinen Kumpel Stoffelch gekümmert hat, sieht das arme Teil dementsprechend auch aus.

Ich hätte nicht gedacht, dass unser Labrador so auf Stofftiere abfährt. Ich muss ihm wohl mal eins kaufen, aber etwas stabiler als dieses hier. Inzwischen ist dem armen Elch schon ein Arm und ein Bein amputiert worden und dünner wird er auch immer mehr, da auch die Innereien schon rausgerupft wurden.

Seit heute morgen gilt der Stoffelch auch wieder als verschwunden. Aber er taucht bestimmt wieder auf. Lustigerweise rennt Tonko jetzt immer, wenn wir zu unserem Spielplatz gehen, fast direkt dahin, wo er den Elch zuletzt hat liegen lassen. Mal sehen, wann dieses Stofftier aus seinem Gedächtnis verschwunden ist.

Eigentlich hab ich ja nichts gegen diesen Elch, aber irgendwie wird er von Tonko immer so richtig durchnässt und durchsabert und inzwischen hat unser Hund auch gelernt, dass Frauchen spitze Schreie ausstößt, wenn er sich mit dem durchgesabberten Teil ihrem Gesicht nähert … Ich bin froh, dass der Elch erst mal wieder weg ist.

Unser Welpe findet schnell Freunde

Ja, Tonko war sehr zutraulich. Ist er heute natürlich auch noch, zumindest bei Menschen. Bei Hunden ist er etwas vorsichtiger geworden, er weiß nämlich inzwischen genau was große und sehr große und noch größere Hunde sind. Aber als Welpe waren alle anderen Hunde seine Freunde.

Unser Labrador spielt gerne
Und spielen tut der Labrador auch gerne.
Ja, ich weiß, die Leine stört auf den Bildern. Aber in den ersten Tagen ging es schon zur Beruhigung unserer Nerven nicht anders. Und als wir dann irgendwann auf die Leine verzichtet haben, durften wir das eine oder andere Mal ganz schön hinterherwetzen, wenn unser Labrador Welpen einen potentiellen neuen Freund entdeckt hatte, konnte ruhig auch am Horizont sein. Aber das hat er sich zum Glück irgendwann abgewöhnt.

Einmal, da war er schon etwas älter, hat er beim Gassi gehen einen Jogger entdeckt. Nur so 200 Meter weit weg. Und rannte dahin. Den Jogger hat es nicht gestört, mich schon, ich hatte auch noch Cora dabei und die mochte nicht hinterherwetzen …