5. Geburtstag von Tonko

Unser Labrador Tonko hatte letzte Woche seinen fünften Geburtstag. Einer der kleinen Vorteile, wenn man einen Rassehund hat, ist eben, dass man das ganz genaue Geburtsdatum kennt. Allerdings ist Tonko natürlich noch keine fünf Jahre bei uns, im Februar 2009 haben wir den kleinen Racker noch gar nicht gekannt und noch gar nicht an einen neuen Hund gedacht, den ein Tag nachdem Tonko in Santa Maria de Guia im Norden von Gran Canaria das Licht der Welt erblickte, ist mein Jerry gestorben und ich wollte in dem Moment alles, vor allem Jerry zurück, aber bestimmt keinen neuen Hund. Aber auch wenn Jerry unvergessen bleiben wird, ich bin wirklich froh, dass ich dann im April 2009 überredet worden bin.

In diesem Sinne, Herzlichen Glückwunsch kleiner Tonko. Und du bist mitnichten ein Ersatz, dafür bist du einfach zu speziell, bzw. war Jerry zu speziell 🙂

Ein Elch macht uns verrückt

Das Stoffelche
Das Stoffelche bevor es von unserem Labrador zerlegt wurde. Ist wohl wieder vom Dach gefallen.
Tonko hat neulich an unserem Spielplatz einen Stoffelch gefunden. Das erste Mal kam er mit dem Stoffelch schon vor ein paar Wochen an. Da ich aber eigentlich nicht möchte, dass er mit solchen Fundsachen spielt und man das Stofftier nicht wirklich werfen kann, dafür ist es auch zu leicht, und zu allen Überfluss das Teil nicht gerade uneklig wird, wenn er es zwei Minuten im Maul hatte, warf ich den Elch auf das Dach von dem Schuppen dort. Sehr zu seinem Bedauern, also Tonkos Bedauern, den Elch konnte ich da ja nicht mehr fragen.

Unser Labrador steht auf altem Elch
Ein selbst gefundenes Spielzeug, ein alter Elch aus Stoff, ist gerade das Lieblingsspielzeug unseres Labradors. Leider.
Nach einem kleinen Sturm in Castillo del Romeral wehte es den Elch vom Dach und wurde natürlich dann bei der nächsten Spielrunde gleich wieder von Tonko entdeckt. Also wieder aufs Dach damit. Hat wieder nur zwei oder drei Wochen gehalten, dann war ER wieder da. Inzwischen habe ich den Elch auch genauer unter die Lupe genommen, er birgt wohl keine Gefahren und Tonko darf also endlich auch damit spielen. Nachdem er jetzt aber schon zwei, drei Tage den mitgebrachten Ball ignoriert und sich um seinen Kumpel Stoffelch gekümmert hat, sieht das arme Teil dementsprechend auch aus.

Ich hätte nicht gedacht, dass unser Labrador so auf Stofftiere abfährt. Ich muss ihm wohl mal eins kaufen, aber etwas stabiler als dieses hier. Inzwischen ist dem armen Elch schon ein Arm und ein Bein amputiert worden und dünner wird er auch immer mehr, da auch die Innereien schon rausgerupft wurden.

Seit heute morgen gilt der Stoffelch auch wieder als verschwunden. Aber er taucht bestimmt wieder auf. Lustigerweise rennt Tonko jetzt immer, wenn wir zu unserem Spielplatz gehen, fast direkt dahin, wo er den Elch zuletzt hat liegen lassen. Mal sehen, wann dieses Stofftier aus seinem Gedächtnis verschwunden ist.

Eigentlich hab ich ja nichts gegen diesen Elch, aber irgendwie wird er von Tonko immer so richtig durchnässt und durchsabert und inzwischen hat unser Hund auch gelernt, dass Frauchen spitze Schreie ausstößt, wenn er sich mit dem durchgesabberten Teil ihrem Gesicht nähert … Ich bin froh, dass der Elch erst mal wieder weg ist.

Unser Welpe findet schnell Freunde

Ja, Tonko war sehr zutraulich. Ist er heute natürlich auch noch, zumindest bei Menschen. Bei Hunden ist er etwas vorsichtiger geworden, er weiß nämlich inzwischen genau was große und sehr große und noch größere Hunde sind. Aber als Welpe waren alle anderen Hunde seine Freunde.

Unser Labrador spielt gerne
Und spielen tut der Labrador auch gerne.
Ja, ich weiß, die Leine stört auf den Bildern. Aber in den ersten Tagen ging es schon zur Beruhigung unserer Nerven nicht anders. Und als wir dann irgendwann auf die Leine verzichtet haben, durften wir das eine oder andere Mal ganz schön hinterherwetzen, wenn unser Labrador Welpen einen potentiellen neuen Freund entdeckt hatte, konnte ruhig auch am Horizont sein. Aber das hat er sich zum Glück irgendwann abgewöhnt.

Einmal, da war er schon etwas älter, hat er beim Gassi gehen einen Jogger entdeckt. Nur so 200 Meter weit weg. Und rannte dahin. Den Jogger hat es nicht gestört, mich schon, ich hatte auch noch Cora dabei und die mochte nicht hinterherwetzen …