Labrador Tonko mit Diäterfolg

Unser Labrador ist immer noch auf Diät
Diät für einen Labrador, es gibt wirklich Schöneres aus Hundesicht.

Seit Mitte Januar ist ja unser Labrador Tonko auf Diät. Er war viel zu schwer geworden, zu oft hat er dann doch ein Leckerchen hier und eins dort bekommen. Das war gar nicht gut. Wir haben es auch nicht so gemerkt, das ist wie bei einem Menschen, mit dem man zusammenlebt, den sieht man auch jeden Tag, ob der mal ein, zwei Kilo zunimmt oder nicht, merkt man höchstens an dessen Klagen darüber, dass die Hose nicht mehr richtig passt. Wir waren wegen aber beim Tierarzt und da kam unser Labi als erstes auf die Waage und da sind wir dann beinahe rückwärts umgefallen.

Seit dem bekommt er Diätfutter (Hill, man gönnt sich ja sonst nix) und nur noch drei Kekse am Tag. Alle konnten wir nicht streichen, aber man kann Kekse ja auch halbieren 🙂

Das Diätfutter von Hill mochte er natürlich erst mal gar nicht. Daher habe ich ihm zumindest morgens dann die Kroketten mit der Hand angefüttert. Irgendwann hat er dann gemerkt, dass wir es damit ernst meinen, jetzt frisst er es auch so. Von dem Diätfutter sollte er eigentlich ca. 360 Gramm am Tag bekommen, in den ersten drei Wochen haben ihm aber 200 Gramm gereicht (plus die drei Kekse eben plus seine vier Tabletten wegen seiner HD). Nach 2,5 Wochen waren wir beim Tierartz und er hatte fünf Kilogramm abgenommen. Wobei es für uns wohl schwerer war als für ihn, die Diät einzuhalten.

Nach dem seine Diät drei Wochen ging und er immer mit den 200 Gramm zufrieden war, war das ganz plötzlich nicht mehr genug. Unser Labrador hat Hunger gehabt. Woran ich das gemerkt habe? Plötzlich ist er mir beim Abräumen in die Küche nachgelaufen. Da er eigentlich weiß, dass er in der Küche nichts verloren hat, außer er will da durchlaufen, um auf die hintere Terrasse zu kommen (was nur im Sommer möglich wäre), war das schon außerordentlich. Und wenn wir mittags gegessen haben, hat er sich gaaaaaanz unauffällig so hingelegt, dass wir ihn sehen mussten. Und sein Trockenfutter war auf einmal richtig lecker (lange Zähne hat er aber immer noch beim wegputzen). Da ich ja noch Spiel nach oben habe, bekommt er nun 280 Gramm Trockenfutter am Tag, das reicht ihm auch.

Mein Tipp also: Nicht unbedingt an die Angaben auf der Verpackung halten. Zumindest nicht, wenn man einen schnellen Diäterfolg dringend brauch (wie wir bei unserem Ex-Mopelchen). Erst mal schauen, ob es nicht einige Gramm weniger tun. Ich war auch überrascht, dass er knapp drei Wochen gut mit den 200 Gramm auskam. Genauso überrascht war ich aber, dass er schlagartig, von heute auf morgen deutlich signalisiert hat, das ist zu wenig.

Achja, wir haben nicht nur das Futter reduziert. Wir laufen jetzt auch mehr. Und mit jedem Kilogramm weniger, ist das natürlich auch leichter für ihn. Morgens geht er ja mit Herrchen raus zum Ball spielen und Gegend angucken und auch da wird nun konsequent eine Runde dran gehängt. Mittags gehe ich eine große Runde. Abends wird gespielt und anschließend kommt eben so noch die große Runde, notfalls mit kleiner Verschnaufpause dran, und nachts noch mal die große Runde. Grob geschätzt läuft er (und ich) also nun jeden Tag doppelt so viel wie vorher. Wobei das jetzt nur im Winter so möglich ist. Gestern war es zum Beispiel sehr warm, kein Wind und ohne Schatten ging die große Runde nur mit Abstecher ins Meer zum abkühlen. Spätestens ab April, Mai wird das dann aber schwierig werden, wenn es dann heiß ist, aber das Meer nicht zum planschen geeignet (ablaufendes Wasser zum Beispiel), dann werde ich wohl Abends eher noch mehr laufen oder eine Zwischenrunde einlegen. Aber bis dahin sollte er eigentlich sein Idealgewicht erreicht haben.

Schade ist, dass wir ihn nur beim Tierarzt wiegen können. Herrchen könnte ihn zwar heben, aber bringt nichts, da die beiden zusammen, das zulässige Gesamtgewicht meiner Waage von 130 Kilogramm sprengen würden. Ich würde es zwar nicht sprengen, aber ich kann Tonko schon lange nicht mehr heben.

Ach, was gutes hat Tonkos Diät auch für mich. Ich hab in den paar Wochen 1,5 Kilogramm durch die Lauferei abgenommen.

Diät für den Hund

Diätfutter hilft, aber die Mengen auf der Packung sind Richtwerte, man sollte das auf jeden Fall auch mit dem Tierarzt auch absprechen.
Zusammen mit mehr Bewegung nimmt der Hund zumindest in den ersten Wochen sehr schnell ab. Der Tierarzt meinte auch, das wird jetzt langsam gehen, mit dem Abnehmen, aber fünf Kilogramm weniger wären ein super Anfang. Und viel fehlt auch nicht mehr zum Idealgewicht.
Da die meisten Hunde die KÜhlschranktür nicht selbst aufbekommen und man ja das Futter so lagern kann, dass sie nicht dran kommen, liegt es einzig und allein an unserer Konsequenz (und unserem Durchaltevermögen bei hungrigen Hundeaugen), ob es mit der Diät klappt oder nicht. Der Hund kann überhaupt nichts dafür, dass er zu dick geworden ist.
Gut ist auch anderen Menschen von der Diät zu erzählen, vor allem denen, von denen man weiß, oder bei denen man ahnt, dass sie gerne mal einen Keks springen lassen.

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