Rezept für Hundekekse selber backen

Hundekekse selber backen

Da ich zu Weihnachten eine wunderbare Küchenmaschine geschenkt bekommen habe, backe ich nun Hundekekse für unseren Labrador gerne auch mal selbst. Allgemein gilt der Labrador ja als verfressener Hund, der für einen Keks alles tun würde, unser Tonko gehört aber nicht dazu. Er ist doch etwas wählerisch. Und zwar isst er die normalen gekauften Hundekekse, aber naja, auch wenn es da zwei, drei Sorten gibt, er kennt sie halt, sie sind einfach nichts besonderes. Und ab und an ignoriert er sie auch. Daher backe ich nun unsere besonderen Hundekekse regelmäßig selbst. Und für die überschlägt er sich auch fast.

Ich hab zwar auch zwei Bücher mit Rezepten für Hundekekse, aber die gefallen mir nicht. Das eine Buch übertreibt, in meinen Augen, mit dem was in Hundekekse nicht reingehört dermaßen, dass ich die Kekse schon deswegen nicht nachbacken kann, weil ich einfach keine salzarme Biogemüsebrühe ohne Zwiebelextrakt und andere solche Dinge auf Gran Canaria kaufen kann. Hier gibt es auch nur Weizenmehl, nix Vollkorn oder so (oder ich hab es noch nicht gefunden). Und in dem anderen Buch sind viele Rezepte mit Zucker oder Honig. Und das lehne ich ab. Sobald in einem Hundekeks Hackfleisch oder Leberwurst enthalten ist, braucht das Rezept kein Zucker mehr. Jedenfalls nicht bei unserem Hund. Ein wenig Süße kann man auch mit Karotten erreichen.

Also habe ich mein eigenes Keksrezept für unseren Hund entwickelt.
Nicht drin haben wollte ich: Zucker, Honig, Salz und auf keinen Fall Butter. Auch Zwiebeln und Co. haben in meinem Rezept nichts verloren.
Da ich kurz zuvor eine Biskuitrolle gebacken habe, habe ich mich ein wenig daran orientiert.

Rezept Hundekekse ganz einfach

Zutaten für leckere einfache Hundekekse

Das Rezept in zwei Varianten, einmal mit Hackfleisch und einmal Hundekeks mit Leberwurst.
2 Eier (Größe M)
eine Karotte
3 Esslöffel Olivenöl
125 Gramm Rinderhackfleisch ODER 50 Gramm Leberwurst
120 Gramm Mehl
80 Gramm grobe Haferflocken (die sind auf Gran Canaria auch nicht gerade einfach zu bekommen, aber in Deutschland ist das ja gar kein Problem)
ein gestrichener Teelöffel Backpulver

Zubereitung der Hundekekse

Das Hackfleisch in einer großen Pfanne schön krümmelig trocken mit etwas Öl anbraten. Zum Schluss noch die sehr klein gewürfelte oder geraspelte Karotte dazu geben und kurz mit garen. Im Regelfall kaufe ich 500 Gramm Rinderhack und brate das Portionsweise an und friere die übrigen Portionen ein, so ist das Hundekeksbacken aus dem TK-Vorrat dann besonders schnell (Hackfleisch einfrieren).

Das Hackfleisch dann etwas abkühlen lassen.

Wenn ich das Rezept mit Leberwurst mache, dann dünste ich die Karotten mit etwas Olivenöl kurz an und lasse das dann etwas abkühlen.

Zwei Eier mit der Küchenmaschine oder dem Handrüher aufschlagen. Nun das Mehl, die Haferflocken und das Backpulver gut unterrühren. Dann das Hackfleisch mit den Karotten bzw. die Leberwurst unterrühren.

Einen Schuss Olivenöl dazu. Backofen schon mal auf 200 Grad stellen. Ich backe die immer mit Ober- und Unterhitze.

Noch mal gut durchmengen.

Teig für Hundekekse
Den Teig für die Hundekekse einfach mit dem Teigschaber auf dem Backpapier verteilen.
Backblech mit Backpapier auslegen.

Nun mit einem Teigschaber oder ähnlichem die Teigmasse auf dem Backpapier verteilen. Die Teigplatte sollte etwa einen halben Zentimeter dicke werden.

In den Backofen schieben und eine Viertelstunde backen.

Nun die Teigplatten rausnehmen und mit einem Brotmesser oder ähnlichem in Rauten schneiden. Größe der Rauten hängt natürlich auch vom Hund ab. Diese Rauten wieder auf das Backblech geben und fertig backen. Etwa eine halbe Stunde im Backofen sollte genügen, ich lasse sie gerne aber auch 40 Minuten drin (letzten zehn Minuten ist der Backofen dann auch schon ausgeschaltet), damit sie schön trocken werden. Hintergrund: Als ich diese Kekse das zweite Mal mit der doppelten Menge gemacht habe, habe ich sie nicht nach einer Viertelstunde in Keksportionen geschnitten und auch nur 25 Minuten drin gelassen. Nach vier Tagen fingen die Kekse, die nicht richtig trocken durchgebacken waren, dann leider auch das Schimmeln an. Zwar ist unser Hund noch verrückter nach den Keksen, wenn sie nicht vollständig durchgetrocknet sind, aber dann sind sie höchstens zwei, drei Tage haltbar. Und daher bleiben die Kekse jetzt eben etwas länger im Backofen.

Wenn die Kekse aber schön trocken sind, halten sie sich eine knappe Woche (also bei unserem Labrador jetzt nicht, ich backe alle fünf Tage neu).

Hundekekse Rezept
Hundekekse mit Leberwurst und Karotte. Unser Hund liebt das Rezept bzw. die Kekse.
Die Kekse gibt es zu besonderen Übungen und so bleiben sie immer etwas ganz besonderes. Nicht geeignet, jedenfalls bei unserem Hund, sind sie aber zum Mitnehmen beim normalen Gassi-Gehen. Unser Labi bekommt nämlich mit, wenn ich die aus ihrer Keksdose hole und riecht sie auch in meiner Tasche, also läuft er dann beim Spazierengehen immer mit der Nase an meiner Tasche. Wenn ich ihm perfekt Fuß beibringen wollte, wäre das sicherlich eine gute Möglichkeit, aber aus dem Alter ist er raus.

Abwandeln kann man die Kekse auch mit anderem Gemüse (zum Beispiel Zucchini in kleine Würfel geschnitten) und ich hab die Kekse auch mal mit einem Rest Schweinebraten gebacken. Wurden auch mit Begeisterung verputzt. Wenn ich frische Petersilie da habe, kommt davon auch noch ein wenig in den Teig.

Leider ist der Teig nicht zum Ausstechen geeignet. Aber letztendlich ist es den meisten Hunden egal, ob sie Kekse in geschnittener Rautenform oder perfekt ausgestochene Knochen bekommen. Schade nur, dass ich ganz süße Ausstecher für Hundekekse besitze … mit diesem Teig konnte ich die halt noch nicht verwenden.

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