Ruhepause für den Labrador

Balkonschläfer Tonko

Lustig, gestern Nacht hat sich ein Rätsel gelöst. Vor zwei Jahren sind wir umgezogen. Vorher hatten wir ein kleines Haus auf zwei Stockwerken mit einem Schlafzimmer oben und das Schlafzimmer hatte Balkon. Und so ab Frühjahr hat sich unser Labrador dran gewöhnt jede Nacht draußen auf dem Balkon zu schlafen. Teilweise war uns das ein wenig peinlich, der Hund kann richtig laut schnarchen. Aber zum Glück schliefen die Nachbarn zu beiden Seiten nachts mit geschlossener Balkontür.

Dann sind wir umgezogen in ein anderes Haus. Ohne Balkon am Schlafzimmer. In den ersten Nächten hat mich dann unser Hund jede Nacht fast wahnsinnig gemacht, so unruhig war er. In den ersten drei Nächten bin ich dann jedes Mal wieder aufgestanden, habe mich angezogen, hätte ja sein können, dass er vom Umzug Verdauungsprobleme gehabt hätte. War aber nicht so. Also jedes Mal nach einer halben Stunde extra Spaziergang wieder ins Bett gefallen, Hund war immer noch extrem unruhig. In der vierten Nacht habe ich dann das Spiel nicht mehr mitgemacht, nach sieben oder acht Nächten war er dann auch ruhig und hat sich gleich auf seinen Platz im Schlafzimmer gelegt.

Dann sind wir wieder umgezogen, im Sonnenland hat es uns nicht gefallen. Auch für den Hund ist es in Castillo del Romeral einfach schöner. Neues Haus ohne Balkon. Keine Umzugsprobleme beim Hund.

Nach einem Jahr mussten wir dann da raus, Eigenbedarf der Vermieterin, und haben wieder ein Haus wie am Anfang, mit Balkon am Schlafzimmer und seit drei Monaten schläft unser Hund wieder jede Nacht draußen. Mit Schnarchgeräuschen oder ohne, je nach Lage 🙂

Heute Nacht komme ich mit ihm hoch, gehe noch kurz an den Computer. Und ständig steht der Labi vor mir, total aufgewühlt. Ich also wieder angezogen, rausgegangen, könnte ja was sein. War natürlich nix. Aber dann ist es mir aufgefallen. Nach drei Monaten draußen schlafen kam er plötzlich nicht mehr raus, denn die Balkontür war nur angelehnt und nicht ganz offen, wahrscheinlich vom Durchzug. Und das hat ihn so aus dem Konzept gebracht und wahrscheinlich wollte er mir nur jedes Mal beim hier auf der Matte stehen sagen: Huhu, Frauchen, mein Schlafplatz ist versperrt. Naja, so ein extra Spaziergang schadet ja nicht. Terrassentür wieder auf gemacht. Hund glücklich, weil Stammplatz gesichert. Frauchen glücklich, weil Ruhe in den Hundepfoten. Und für Januar, Februar, wenn es nachts doch mal so 14 oder 15 Grad werden und wir doch erwägen sollten, die Tür ganz zu zumachen und über das Flurfenster zu lüften, werde ich gleich wissen, was in seinem Hundekopf los ist 🙂

Lustig unser Balkonschläfer 🙂 Was lernen ich daraus? Der Hund ist ein Gewohnheitstier … zumindest beim Schlafplatz …

Aber darauf, dass es der fehlende Balkon ist, wäre ich vor zwei Jahren nicht gekommen. Aber so ist das Rätsel nachträglich nun auch gelöst.

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